„Über sieben Brücken musst du geh’n, um Saalschutz zu versteh’n!“
Brücke eins: SAALSCHUTZ, Techno-Punk, Zürich
Brücke zwei: Die beiden Elektro -Philosophen DJ M T DANCEFLOOR und DJ FLUMROC bringen ihr zweites Album beim Hamburger Label ZickZack heraus. Rockende Elektronik, aufrüttelnde, upliftende Discomusic. Erschaffen aus den bekannten und beliebten vier Elementen der Saalschutz-Boutique: Hämmernde Drums, knarzende Bässe, fiepsende Synthesizer und waghalsig, phrasierter Gesang. Bitte vor BEASTIE BOYS, MEDIENGRUPPE TELEKOMMANDER und INTERNATIONAL PONY einordnen.
Brücke drei: SAALSCHUTZ experimentieren mit Größenwahn: „Wer ist denn nun die beste Band des Universums? Ich kann mich nicht entscheiden zwischen Radiohead und uns.“ und Ignoranz: „Popmusik ist nie passiert. Popmusik sind nun mal wir!“
Brücke vier: Ironie? Ja, richtig dosiert im richtigen Moment. Desgleichen: Selbstzweifel, Unzufriedenheit, Intellektualität als künstlerisches Mittel bestimmt und wissend richtig eingesetzt! „Wir sind tatsächlich in der Lage mit nur einem Wort zu sagen, wofür andere all ihre Platten veröffentlicht haben.“
Brücke fünf: Im Interview wollen die beiden Protagonisten uns glauben lassen, es wäre seit Veröffentlichung der ersten Platte DAS IST NICHT MEIN PROBLEM nicht
viel passiert. Logisch! Schließlich hassen sie Leute, die Platten herausbringen, in denen Erfahrungen verarbeitet werden. Authentizitätshorror! Leute, die Erfahrungen verarbeiten sind Hornochsen. Lieber SAALSCHUTZ hören, die nichts erleben, aber viel zu erzählen haben. „Manchmal schreib ich mir selber e-mails in denen steht, dass ich schon in Ordnung bin.“
Brücke sechs: Überhaupt sind die ausufernden 80er Eskapaden von DAS IST NICHT MEIN PROBLEM vorbei, Oktavbässe sind gänzlich aus dem Klangbild verschwunden. Stattdessen (und jetzt Achtung!) treffen hier nach eigenen Angaben, 90er Stoner-Rock, 60er Beatmusik, skandinavischer Garagenrock, englischer Neo-Neo Wave, Breakdance auf die üblichen Verdächtigen Hiphop, Grunge, New Wave und Techno. SAALSCHUTZ gehören zu einem großen Netz von Musikern, die auf der Platte auftauchen: PLEMO/EGOTRONIC/ RÄUBERHÖHLE/ BIG ZIS/G.I.JOHN/ LÜGNER/ PHANTWO/ STRIKK/ TINGUELY/ BUM KUN CHA YOUTH/ FORMATION DOPPELHERZ 2000/ KNARF RELLÖM X/ STINA GALAXINA/ JANE FOXXXY und LOLITA DEFEKT.
Brücke sieben: „Na, ja! Das war mal so ein Versuch!“ Letzter Satz der Platte. SAALSCHUTZ macht’s möglich. In der Tat!
Die Presse/Zitate zum letzten Saalschutz-Album “Das ist nicht mein Problem“
“Zum Heulen. Zum Lieben. Zum Abgewöhnen. Zum letztlich Dranbleiben.“ (Spex)
“Angebrachtes Angeben.“ (Junge Welt)
“Tanzmusik für Spinner mit großem Herz.“ (Falter, Wien)
“Flumroc und Dancefloor sehen sich... als Pop-Revoluzzer, die einen Mordspaß haben, dem auch so ernsthaften Business mit narrativ durchdachten Unsinn die Schwere zu nehmen... Laptop-Knallköpfe“ (laut.de)